Borkenkäfer

Immer wieder siehst du entlang des Rothaarsteigs Waldgebiete, die ganz abgestorben sind. Die Bäume dort haben seltsame Muster an ihren Stämmen. Diese Muster wurden von Borkenkäfern verursacht. Sie leben überall in den Wäldern und greifen nur kranke Bäume an. Wenn aber auf einer Fläche ganz viele Bäume derselben Art stehen und gleichzeitig erkranken, kann sich der Borkenkäfer sehr schnell und sehr stark vermehren. Waldflächen mit nur einer Baumart nennt man Monokulturen. Am Rothaarsteig gibt es viele solcher Flächen mit der Baumart Fichte. Hier hat sich der Borkenkäfer in den vergangenen Jahren sehr stark ausgebreitet, weil er sehr gute Bedingungen zum Leben hatte. Nach Stürmen und wegen großer Hitze waren hier viele Bäume krank geworden.  

Wie kommt der Borkenkäfer in die Bäume? Ein erwachsener Käfer bohrt sich von außen in den Baum. Das schafft er ganz einfach bei kranken Bäumen, die zu schwach sind, um klebriges Harz zu produzieren. Das Harz hätte den Käfer aufgehalten.  

Die Borkenkäfer vermehren sich dann unter Borke. Die Schicht darunter heißt Bast und ist die Nahrung für die Larven der Käfer. Sie fressen die vielen verzweigten Kanäle in den Bast, die du an den befallenen Bäumen sehen kannst. Nach und nach zerstören sie den Bast, durch den auch der Baum Wasser und Nährstoffe von seiner Wurzel in seine Baumkorne transportiert. Dann stirbt der Baum ab. Gleichzeitig schlüpfen aus dem Baum Tausende von neuen Käfern und befallen die Nachbarbäume.  

  • Nahaufname eines Borkenkäfers auf einem Stück Holz
  • Blick hinter die Rinde eines vom Borkenkäfer befallenen Baums mit vielen Gängen voller Larven.

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