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Winterberger Hochtour - WHT (Etappe 5) von Niedersfeld nach Hildfeld

Rothaarsteig / Outdooractive Touren / Winterberger Hochtour - WHT (Etappe 5) von Niedersfeld nach Hildfeld




Clemensberg auf der Hochheide




Hillebachsee in Niedersfeld

Kategorie

Wanderung

Länge

13.2km

Zeit

3:50 Std.

Aufstieg

474m

Abstieg

381m

Altitude (Minimum)

511m

Altitude (Maximum)

836m

Kondition

Schwierigkeit

Erlebnis

Landschaft

Empfohlene Jahreszeiten

J F M A J J A S O N D
Startpunkt der Tour:

Tourist-Information, Niederfeld

Zielpunkt der Tour:

Kirche Mariä Heimsuchung, Hildfeld

Eigenschaften:

  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • faunistische Highlights
  • Einkehrmöglichkeit
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

Weitere Infos

Wanderkarte Winterberg 1:25.000, Hrsg. Tourist-Information Winterberg
Die fünfte Etappe der Winterberger Hochtour führt uns von Niedersfeld, über den Langenberg, der mit 843,1 m der höchsten Berg Westfalens ist, weiter über die schöne Niedersfelder Hochheide mit Clemensberg und schließlich runter ins kleine Örtchen Hildfeld.

 

Die Hochheide (NSG Neuer Hagen) in Niedersfeld ist das flächenmäßig größte und auch höchste Heidegebiet in unserem Land. Heute hat sie noch etwa 100 Hektar. Naturschutzgebiet (NSG) ist, so ist sie in Wirklichkeit ein Relikt harter menschlicher Eingriffe und Zeichen der Not vergangener Jahrhunderte.

Auch wenn sie offiziell ein Düngemittel brauchten, gab es außer Stallmist und Jauche nichts. Alle Tiere, Kühe, Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine mussten sich im Sommerhalbjahr im und vom Wald ernähren, da die Talwiesen ausschließlich zur Heugewinnung für den Winter genutzt wurden. Der Dorfhirt führte sie täglich auf die Waldweide, Hude genannt. Die jungen Bäumchen fielen den Tieren zum Opfer, der Wald konnte sich nicht verjüngen und im Laufe der Jahrhunderte entstanden kahle Flächen auf den Bergen des Sauerlandes. Bergnamen wie Kahler Asten, Kahle Pön, Ka-Lied, Kahleberg usw. zeugen davon. Da das Stroh als Nahrungsvorrat im Winter für die Tiere gebraucht wurde, zogen die Bauern auf die kahlen Flächen und hackten die oberste Pflanzenschicht ab, um sie in den Ställen als Streu zu verwenden. Der Mist wurde als Dünger auf die Felder gestreut. Zugunsten des Bodens auf den Feldern verarmte der Waldboden und Pflanzen siedelten sich an, die mit wenigen Nährstoffen zufrieden sind, z.B. das Heidekraut und Beerensträucher.

Auch für diese Entwicklung zeugen Bergnamen wie Heidkopf und Heidberg. Heute gefallen uns die im Herbst farbenprächtigen Heidelandschaften. Sie bieten herrliche Aussichten und laden zum Wandern ein. Wenn wir die heutige Erholungslandschaft erhalten wollen, müssen wir leider wieder eingreifen und placken (der Begriff Plackerei stammt daher). Sonst holt sich die Natur zurück, was ihr einmal gehörte und macht wieder Wald aus der Hochheide. Der Hochsauerlandkreis lässt sich die Erhaltung der Hochheide hier und am Kahlen Asten jedes Jahr bares Geld kosten, da Schäfer und Schafherde bezahlt werden wollen und die Plaggenarbeit maschinell durchgeführt wird. Mühevolle Handplackerei leistet heute freiwillig niemand mehr.

Weiter führt uns die Tour nach Hildfeld. Der nah an Hildfeld gelegene 838 m hohe Clemensberg ist dem Diabas-Abbau der Mitteldeutschen-Hartstein-Industrie (MHI) zum Opfer gefallen. Mit den maschinell abgeschobenen Heideplaggen hat man nun einen "neuen" 838 m hohen Clemensberg aufgeschüttet, über den der Rothaarsteig© verläuft. Es bietet sich ein fast unvergleichlicher Panoramablick über die Berge des hessisch-waldeckischen Uplandes und das gesamte Hochsauerland. Eine Bildtafel klärt uns dort über den Steinbruch auf.

Im Diabassteinbruch der MHI wird vulkanisches Gestein, nämlich Diabas gefördert. Diabas heißt Grünstein und hat sich vor 320 Mio. Jahren in die Ablagerungen des Devonmeeres ergossen. Dort erkalteten sie und wurden von Sedimenten überlagert. Der zunehmende Druck verwandelte sie zu verschiedenartigen Gesteinen vulkanischen Ursprungs. Diabas eignet sich hervorragend für den Straßenbau und als Untergrund für Bahndämme der Eisenbahn. Die tägliche Förderung beträgt etwa 3.000 Tonnen.

Das weiße Gelübdekreuz mit dem nicht weit entfernten Gelübdestein erinnert an einen Hildfelder Soldaten, der in aussichtsloser Situation in Italien gelobte, bei glücklicher Heimkehr ein Kreuz auf den Clemensberg zu tragen. 1946 konnte er sein Gelübde erfüllen. Wir wollen hoffen, dass allen Wandersleuten ebenfalls eine glückliche Heimkehr beschieden sein wird!

Hildfeld an sich (althochdeutsch: hiltfelde = Feld am Hang) kann zu den ältesten Siedlungen im oberen Sauerland gezählt werden. Es ist wohl der altsächsischen Siedlungsperiode (500 – 800 n.Chr.) zuzurechnen. 1220 wird es erstmals urkundlich erwähnt. Große Strukturveränderungen hat es nach dem II. Weltkrieg gegeben, so dass sich die Einwohnerzahl von 320 auf über 600 fast verdoppelt hat. Überragt wird das Dorf von den Steinbruchanlagen der MHI zwischen Pölz und Clemensberg, aber auch der Fremdenverkehr hat die Erwerbsstruktur deutlich verbessert.

Informationen

Wegbeschreibung

Wir starten an der Tourist-Information in Niedersfeld. Von hier aus folgen wir dem Josefsweg, bis wir auf die Grönebacher Straße gelangen, dieser folgen wir nach links bis wir auf die Ruhrstraße treffen. Von der Niedersfelder Ruhrstraße aus folgen wir dem Kaiser-Otto-Weg X16 zunächst an der Burbecke entlang. Erst ein kurzes Stück der Straße "Am Bach", dann den "Junkernpfad" bergan aus dem Dorf hinaus. Unterhalb des ehemaligen ÖTV-Heimes biegt der X16 nach rechts ab. Wir bleiben im Tal der Burbecke und folgen den Markierungen N1 und N2 weiter bergan. Vorbei an der Schutzhütte Burbecke wird unser Wanderweg nun zu einer echten Bergtour, denn es geht hinauf zum höchsten Berg Westfalens, dem 843,1 m hohen Langenberg. Die Wandersleute müssen auf die Karte schauen, denn am höchsten Punkt des befestigte Waldweges (in der Kurve) müssen wir nach links auf einem steilen Fußweg durch den Buchenhochwald bergan zum Unteren Burbecker Platz (Wegweiser 774,0 m) aufsteigen. Die Markierung N2 führt uns zusammen mit zwei waagerechten weißen Strichen nach rechts weiter zum Oberen Burbecker Platz (800 m). Bis zur Gipfelkuppe des Langenbergs ist es noch etwa 1 km weiter. Sie liegt im Stadtgebiet von Olsberg, es sind nur etwa 5 m bis zur hessischen Landesgrenze. Wir machen einen kleinen Abstecher hinauf und prosten uns am Gipfelstein ein „Berg Heil“ zu. Der Langenberg macht seinem Namen alle Ehre, er ist ein langgestreckter Berg, bietet aber keine gute Aussicht. Vom Richtplatz, oberhalb von Willingen kommend, führen auch der bekannte Rothaarsteig©, der Uplandsteig sowie der mit einem roten Dreieck markierte Langenbergkammweg K1 des SGV in ca. 300 m Entfernung (markanter Grenzstein mit Wegweiser) direkt über den „Gipfel“. Nach der Gipfelrast geht es - den Markierungen folgend - zurück zum Oberen Burbecker Platz. Nach ca. 2 km einsamer Waldwanderung erreichen wir die bewirtschaftete Hochheidehütte und biegen scharf nach links bergan ab. Kaiser-Otto-Weg X16, Langenbergkammweg K1, Uplandsteig und der Rothaarsteig© haben Gleichlauf auf der Hochheide. Wir bleiben über die Hochheide auf dem Rothaarsteig©, also auf X16 und K1. Über eine steile Naturtreppe kehren wir zur Hochheide zurück und erreichen bald die Hoppeckequelle, deren Wasser über die Diemel zur Weser fließen. Wir befinden uns also auf der Rhein-Weser-Wasserscheide. Der östliche Teil der Hochheide ist leicht nach Norden geneigt, wesentlich feuchter im Untergrund und von einigen Quellmulden durchzogen. Kleine Hangmoore haben sich gebildet. Sie bieten Lebensraum für selten gewordene Pflanzen und Tiere. Am Ostrand des Naturschutzgebietes treffen wir wieder auf die Landesgrenze Hessen/NRW mit ihren historischen Grenzsteinen, die den achtstrahligen Waldecker Stern und das kurkölnische Kreuz mit Nummer und Jahreszahl tragen (FW = Fürstentum Waldeck und KP = Königreich Preußen). Etwa 300 m weiter führt die Winterberger Hochtour (WHT) zur Schutzhütte Scheid (783,0 m), einem beliebten und belebten Treffpunkt der Wanderer und Skilangläufer. Rothaarsteig©, Langenbergkammweg und auch unsere Winterberger Hochtour machen eine scharfe Biegung nach rechts und wir wandern nun fast 1,5 km an der Landesgrenze entlang. Beim Höhenpunkt 752,7 m (Grenzstein) verlassen wir die Landesgrenze nach rechts und treffen 150 m weiter auf einen Wegweiser. Rothaarsteig© und Langenbergkammweg K1 biegen im rechten Winkel nach links ab. Achtung, die Winterberger Hochtour (WHT) folgt jetzt bis Hildfeld dem gelb/schwarzen Rothaarsteiglogo, das zusammen mit H3 den Zugangsweg nach Hildfeld markiert. Der an manchen Stellen tief ausgefahrene Hohlweg wurde jahrhundertelang von den Hildfeldern als Waldweg und Verbindungsweg zum Bahnhof Stryck/Usseln benutzt. Vorbei am Grillplatz Im Grund und an der zeitweise bewirtschafteten Clemensberghütte erreichen wir Hildfeld. Von Hildfeld aus können wir nach Winterberg mit zum Bus S30 wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Niedersfeld fahren. 

Sicherheitshinweise

Anspruchsvolle Tour.

Öffentliche Verkehrsmittel

Von Winterberg aus erreichen Sie Niedersfeld mit der Buslinie S40.

Anreise

Niedersfeld erreichen Sie von Winterberg aus über die B480.

Parken

Parken können Sie in Niedersfeld kostenlos in der Nähe der Tourist-Information.

line up




14835751

Das ‚line up‘, unser Bistro an der Wake-and-Water-Anlage, lädt zum Verweilen ein und bildet einen Treffpunkt für Wakeboarder und interessierte Zuschauer.

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Langenberg (höchster Berg in NRW)




Langenberg

Der Langenberg ist mit seinen 843 m ü. NN der höchste Berg in Nordrhein-Westfalen.

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Clemensberg

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