KulturPur am Rothaarsteig

Jedes Jahr zu Pfingsten entsteht auf der grünen Ginsberger Heide bei Hilchenbach-Lützel, dierekt am Rothaarsteig, die Zelttheaterstadt des internationalen Musik- und Theaterfestivals KulturPur. Hier wo sich sonst Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen, dürfen Sie sich vom 06. - 10. Juni 2019 auf kostenlose Nachmittags- und Open-Air-Programme sowie hochkarätige Abendveranstaltungen freuen.

Erleuchtete Zelte bei KulturPur am Rothaarsteig
Erleuchtete Zelte bei KulturPur am Rothaarsteig - © KulturPur

Auf der 5. Etappe des Rothaarsteig, genauer gesagt auf der Ginsberger Heide bei Hilchenbach Lützel findet auch in diesem Jahr wieder das internationale Musik- und Theaterfestivals KulturPur statt. Seit genau 29. Jahren lockt das Festival Besucher auf die grüne Wiese.

In diesem Jahr fällt der Startschuss für die 29. Ausgabe des Festivals mit der großformatigen Produktion „Night Garden“ des italienischen  eVolution dance theater (6.6.) und einer faszinierenden Mischung aus Artistik, Schwarzlicht, Schattenspiel und Tanz. Neben weiteren TopActs wie Wincent Weiss (7.6.), Status Quo (10.6.) oder Querbeat (7.6.)  - alle drei sind bereits ausverkauft -  wird es auch am KulturPur-Samstag  spektakulär. „Feuer frei!“ heißt es hier mit In Extremo (8.6.) und ihrem Spektakel aus Musik, Licht, Feuer, Kostümen und Farben: Rockiger Drive und metallische Härte gemischt mit tra­ditionellen Melodien und Mittelalter-Instrumenten machen das Konzert zum Besten, was live z. Zt. auf deutschen Bühnen zu sehen ist. Eine „schlagkräftige“ Eigenproduktion statt steifer Konzerthaus-Atmosphäre erwartet dagegen am Festival-Sonntag die Besucher der Philharmonie Südwestfalen (9.6.), wenn der Schlagzeuger und Multi-Perkussionist Martin Grubinger in einer Weltpremiere neben Solo-Passagen sein Können als Dirigent präsentiert und für Schostakowitsch und Beethoven das Schlagwerkzeug mit dem Taktstock tauscht.

Rund um die großen TopAct-Shows setzt in diesem Jahr der Vorabend- und LateNight-Bereich des Festivals spannende, neue Akzente. Bereits am Freitag fragen Katharina, Anna und Nellie Thalbach (7.6.) in den „Witwendramen“ - einer Revue für mehrere Witwen nach Fitz­gerald Kusz - was passiert, wenn Mann, Vater oder Patron das Zeitliche segnen. „All we need is love“ ist sich dagegen die Schweizer Pop- und Soul-Queen Stefanie Heinzmann (8.6.) sicher. Nachdem sie 2018 ihr 10-jähriges Bühnenjubiläum feierte und dann erstmalig eine kleine Auszeit einlegte, ist ihr  erschienenes, titelgebendes Album Ergebnis, Erkenntnis und Empfehlung aus dieser Zeit. Für Freunde elektronischer Musik stehen später dann die DJs bei Kosmonautenklang (8.6.) bis weit in den frühen Morgen an den Turntables. Am Sonntag gehört die letzte LateNight des 29. Internationalen Musik- und Theaterfestivals dann der afrikanischen Musiklegende Seun Kuti (9.6.). Der jüngste Sohn des Afrobeat-Pioniers Fela Kuti wurde zur Stimme seiner Band Egypt 80 und schöpft in seiner Musik aus verschiedenen afrikanischen Musiktraditionen, die er mal filigran, mal jazzig aufbaut und die so eine unglaubliche Sogwirkung entfalten.

Wer den Besuch bei KulturPur gerne mit einer Wanderung verbinden möchte dem sei die ÖPNV-Tour von Hilchenbach nach Lützel ans Herz gelegt.

-