Waldskulpturenweg

Der Waldskulpturenweg - ein in Deutschland einmaliger Kunstwanderweg

Über den Rothaarkamm vom Wittgensteiner Land ins Schmallenberger Sauerland

Zwischen Bad Berleburg im Kreis Siegen-Wittgenstein und Schmallenberg im Hochsauerland führt der in den Jahren 2000 bis 2010 entstandene WaldSkulpturenWeg. Der von internationalen Künstlern geschaffene Kunstwanderweg stellt auf einmalige Art und Weise, die wechselvolle Geschichte zwischen dem protestantisch geprägten Wittgenstein und dem kurkölnisch-katholisch verwurzeltem Sauerland dar.
11 Kunstwerke säumen den 23 Kilometer langen Wegeverlauf und laden den Wanderer ein, die einzigartige Landschaft,  geprägt von Fichten in den Kammbereichen und von Mischwäldern in den Tälern, mit erstklassiker Kunst zu verbinden.

Startpunkt: Rathaus Bad Berleburg
Zielpunkt: Rathaus Schmallenberg
Länge: 23,4 km
Höhenmeter: 630 m
Gehzeit: ca. 6 Stunden (zzgl. Verweildauer an Kunstwerken)
Schwierigkeitsgrad: schwer
Einkehr: Bad Berleburg, Kühhude, Schanze, Grafschaft, Schmallenberg

WaldSkulpturenWeg Wittgenstein-Sauerland

Schwierigkeit: mittel

 25,05 km  6,30 h  548 m  573 m
Über den Teichen - Waldskulpturenweg

Über den Teichen (Grafschaft)

Die von dem Künstler Andreas Oldörp geschaffene Klangskulptur "Über den Teichen" wurde nach dem Prinzip der Orgelpfeifen konstruiert und in dem langgestrecktem Tal in Grafschaft errichtet. Inmitten der Natur wird der Wanderer mit geheimnisvollen  Gräuschen konfrontiert, die sich erst erklären lassen wenn er direkt vor der Skulptur steht. Die Töne entspringen aus einem  Kreis hoher Kupferstelen -  mit Lauschen, Spüren und Fühlen wird dem Wanderer der Weg zu dem Kunstgenuss in der freien Natur näher gebracht.

Künstler: Andreas Oldörp

Blinker2

Blinker II (Almert)

Im ständigen Zusammenspiel von Wind, Sonne, Licht und Luft, Himmel und Erde, präsentiert sich diese Skulptur blinkend und bietet zu jeder Zeit ein einzigartiges Naturschauspiel - Kunst unds Natur zeigen hier ihre unendliche 
Vielfalt.
„Blinker II“ ist eine lichtkinetische Skulptur, bestehend aus einem Stahlgerüst, 1.000 x 1.183,5 cm, mit 196 beweglich eingehängten polierten Edelstahl Spiegeln, je 50 x 83 cm. Die einzelnen Tafeln sowie die Gesamtfläche der Lamellenwand, 719,5 x 1.183,5 cm, entsprechen in ihrer Proportion einer üblichen Filmleinwand.

Künstler: Timm Ulrichs

Hexenplatz - Waldskulpturenweg

Hexenplatz (Oberkirchen)

Märchen und Magie - Realität und Geschichte vereinen sich am "Hexenplatz", der mit Relikten eines vermeintlich versunkenen Hexendorfes, den Wanderer in eine andere Welt versetzt. Die Künstlerin Lili Fischer lässt Schornsteine aus dem Waldboden ragen, Wetterfahnen wehen und empfängt den Kunstfreund mit einem Tor aus großen Ofengabeln, die den Weg zu einen riesigen Hexenkessel öffnen, der von aufgeklappten Zauberbüchern umringt ist.
Gleicherzeitig macht dieses Kunstwerk aber auch auf die realen Hexenprozesse aufmerksam, die hier in einer Talsenke auf dem "Verhörplatz" durchgeführt wurden.

Künstler: Lili Fischer

Krummstab2

Der Krummstab (Schanze)

Der in der römisch-katholischen Kirche als Zeichen der Macht geltende Krummstab wurde hier von dm Künstler Heinrich Brummarck in Szene gebracht und mit folgendem Zitat von Martin Luther versehen: 
„EINE ALLZU GROSSE MACHT STUERZT DURCH IHRE EIGENE MASSE“.
Die 7,50m und 2.613 kg schwere hohe Aluminium- Skulptur  gedenkt hier an die Verleihung des Krummstabes im Jahre 1072 an das Kloster Grafschaft, welcher der Benektiner-Abtei als Mahnung  zur Fürsorge gelten sollte. Mit der  Enteignung kirchlicher Güter im Rahmen der Säkularisation 1803 gingen dieser weltliche Einfluss – und mit ihm der Krummstab des Klosters – verloren.

Künstler: Heinrich Brummarck

Kein leichtes Spiel 1

Kein leichtes Spiel (Kühhude)

Als Zeichen für den jahrhundertelang herrschenden Konflikt bezüglich Konfession, Sprache und Kultur zwischen den Regionen Sauerland und Wittgenstein, hat der Künstler  Ansgar Nierhof eine fast vier Meter hohe und knapp 64 t schwere Stahlskulptur. Eine massive Stahlwand ist in ein großes zentrales Tor, zwei kleinere Tore und zwei Blöcke aufgelöst worden. Der Betrachter kann sehen: alle Teile passen ineinander, schaffen ein Drinnen und Draußen und fordern zum Begehen auf.

Künstler: Ansgar Nierhof

Stein-Zeit-Mensch_1

Stein-Zeit-Mensch (Kühhude/Latrop)

Die von dem Künstler Nils Udo errichtete Skulptur "Stein-Zeit-Mensch" zeigt einen 150 t schweren Quarzit-Monolith der von einer monumentalen Baumstammstruktur umrahmt wird. Inmitten des Waldes ist hier ein Denk- und Mahnmal erschaffen worden, welches durch seine Größe und zeitlosen Erdverbundenheit seine Einmaligkeit ausdrückt sowie dem Wanderer seine eigene Zeitlichkeit und Verletzlichkeit vor Augen hält.

Künstler: Nils Udo

Grünstation

Die Grünstation (Bad Berleburg)

Das von der Künstlerin Gloria Friedmann errichtete Kunstwerk "Die Grünstation", ist ein dreiseitig geschlossenes, in seiner Architektur sehr reduziertes Haus, welches sich mit seiner leuchtend grünen Farbe in die Umgebung integriert. Die Plastik ist fest mit dem umgebenden Biotop verwachsen und soll das enge Verhältnis des Menschen zu der Natur verdeutlichen. Gleichzeitig dient dieses Haus dem Wanderer zur Rast und als Unterstand.

Bei Gewitter sollte "Die Grünsttion" jedoch nicht betreten werden, da Putz und Bauplatten von einem Stahlgerüst getragen werden!

Künstler: Gloria Friedmann

Falke_1

Der verschollene Falke (Bad Berleburg)

Die aus Erdwällen erschaffenen Skulptur "Der verschollenen Falke" erinnert an die keltischen Verteidigungshügel, die einst die Gegend prägten. Durch die Beflanzung mit den Baumarten, die vor langer Zeit den Wald dominierten und nach und nach durch dem Menschen verdrägt wurden, setzt der Künstler Alan Sonfist ein Zeichen der Ursprünglichkeit der Natur.

Nur aus der Vogelperspektive kann man den "verschollenen Falken" vollständig erkennen.

Künstler: Alan Sonfist

Ei_Waldskulpturenweg_1

Was war zuerst? (Bad Berleburg)

"Was war zuerst da?" - Die Künstlerin Magdalena Jetelová beantwortet diese Frage mit einer 6,5 Meter hohen Skulptur die ein Goldenes Ei mit einem Durchmesser von 4 Metern zeigt und die Entstehunng des Lebens und dessen ewigen Kreislauf symbolisiert. Durch die besondere Größe und den Blattgoldüberzug fasziniert dieses Kunstwerk jeden Wanderer und besticht inmitten des Waldes mit seinen unendlichen Lichtreflexen, die als Sinnbild für das Leben stehen.

Künstler: Magdalena Jetelová

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