15 Jahre Rothaarsteig – vom Pionier zum Erfolgsmodell

Presseinformation - 10.06.2016

Rothaarsteigland. Mutig, beherzt, offen für Neues: Als die Macher des Rothaarsteigs ihren „Weg der Sinne“ nach mehrjährigen, intensiven Vorarbeiten am 6. Mai 2001 eröffneten, präsentierten sie eine Innovation auf dem Wanderreisemarkt: einen Weitwanderweg, konsequent naturnah nach landschaftspsychologischen Aspekten angelegt, mit einer europaweit vorbildlichen Beschilderung, einer eigens kreierten Möblierung, einer eigenen Marke und vom Deutschen Wanderinstitut e. V. als erster „Premiumwanderweg“ Deutschlands ausgezeichnet.

Wie viel Bewegung sie damit in den regionalen Tourismus, die 26 Anrainerkommunen, den Wanderreisemarkt und natürlich Mutter Natur brachten, hat selbst kühne Erwartungen übertroffen.
Heute führt das „liegende, weiße R auf rotem Grund“ alljährlich 1.500.000 Standort-, Etappen- und Tageswanderer sicher und aussichtsreich über 154 km und 3.139 Höhenmeter von Brilon im Sauerland über das Wittgensteiner Bergland und das Siegerland bis Dillenburg im Westerwald.
Zwei „Schleifen“ binden den Westerwald und die Talvariante Hochsauerland ein, 8 ebenfalls zertifizierte „Rothaarsteig-Spuren“ machen lokale Besonderheiten erlebbar und 10 Audiowege liefern Interessierten Hintergründe zu Region, Flora und Fauna per QR-Codes zum Download. Um das leibliche Wohl der Wanderer kümmern sich 105 geprüfte Qualitätsbetriebe Rothaarsteig nicht nur mit einer authentischen Heimatküche, sondern auch mit vielen wanderspezifischen Services.
Für die Unterhaltung der umfangreichen Infrastruktur (siehe auch Hintergrund) zeichnen der Rothaarsteig Infrastruktur e. V., 6 hauptamtliche Rothaarsteig-Ranger des Landesbetriebes Wald und Holz NRW und viele ehrenamtliche Wegepaten verantwortlich. Darüber hinaus sind die Ranger mit ihren markanten Hüten so etwas wie das Gesicht des Rothaarsteiges geworden. Als Sponsoren stehen dem Rothaarsteig Veltins, Tatonka und die Volksbanken am Rothaarsteig zur Seite. Auch die Kooperation mit Karstadt sports besteht weiterhin erfolgreich - der Rothaarsteig präsentiert sich in den Häusern in Essen, Dortmund, Münster, Düsseldorf und Köln sowie bei "Unterwegs" in Bielefeld.
Resümee: Aus einer innovativen Idee hat sich ein komplexes „Unternehmen“ entwickelt, das Städte und Gemeinden, Verbände, Tourismusorganisationen, Betriebe und Heimatliebende zu einem starken Motor für die Wirtschaft formt. Einer Studie des dwif zufolge erwirtschaftet der Rothaarsteig eine jährliche Wertschöpfung von ca. 33 Mio. Euro und hat insgesamt ca. 300.000 Übernachtungen und 1,2 Mio. Tagesgäste.

Ein guter Grund stolz zu sein, nicht jedoch stehenzubleiben. Das wissen und leben die Verantwortlichen des Rothaarsteigs. Ging es 2001 um die Etablierung des „Neuen Wanderns“ in jüngeren, damals noch wenig wanderaffinen Zielgruppen, geht es heute um eine deutlich individuellere Ansprache von sogenannte „Lebensstilgruppen“, um Themen wie Gelassenheitssuche, Entschleunigung und Kulinarik. Außerdem will man der „primus inter pares“ unter den Top Trails of Germany, den inzwischen 16 Premium-Weitwanderwegen Deutschlands, bleiben und Wanderer nachhaltig mit echten, sinneorientierten Besonderheiten überzeugen.

Zukunftswerkstatt Rothaarsteig
Damit dies gelingt, beschäftigen sich die Rothaarsteiger fortlaufend mit dem Thema Wandern. In einer Zukunftswerkstatt „Wandern 3.0“ haben sie sich dazu bis 2020 folgende Profil schärfende Ziele gesetzt: Die erreichte Qualität und Infrastruktur „sinnenreich sichern“, Erlebnisse inszenieren durch zeitgemäße Erlebnisstationen und eine Weiterentwicklung der Möblierung, weitere Rothaarsteig-Spuren zertifizieren und die Online-Kommunikation über soziale Medien und eine mobile Website mit GPS-Downloads über Outdooractive ausbauen.

Naturnutzer lenken
Wohl wissend, dass sich das Verhalten und die Bedürfnisse aller Naturnutzer verändert haben, arbeitet das Rothaarsteig-Team zudem gemeinsam mit dem Sauerland-Tourismus, dem Touristikverband Siegerland-Wittgenstein, der Sauerland-Radwelt, dem SGV, den Naturparken und den Waldbauern an der Optimierung des Miteinanders von Wanderern und Mountainbikern. Bis zum Deutschen Wandertag 2019, um dessen Ausrichtung sich der SGV zusammen mit Winterberg und Schmallenberg beworben hat, wollen die Beteiligten das Rothaarsteigland als Vorreiter und Modellregion positionieren. Eine zentrale Rolle soll dabei die Etablierung konkreter Verhaltensregeln spielen, die auf ein tolerantes, respektvolles Miteinander setzen, ohne das Naturerlebnis für die eine wie die andere Gruppe einzuschränken.

Aktion zum Jubiläum
Auf eine große öffentliche Feier zum 15. Geburtstag verzichten die Rothaarsteiger zugunsten einer charmanten Aktion für die Rothaarsteig-Wanderer: Im September werden die Ranger und Wegepaten Postkarten am Rothaarsteig aufhängen. Wer eine solche findet und an den Rothaarsteigverein zurücksendet, erhält ein Paar Original Rothaarsteig-Wandersocken von FALKE.
Ebenfalls kommen im Jubiläumsjahr zwei neue Varianten des Waldsofas auf den Markt: eine drehbare Version und eine dreh- und kippbare Version. Einfach nur gemütlich! Im September gibt es 10 % Rabatt auf das Rothaarsteig-Mobiliar.

Hintergrund: Mammutaufgabe Infrastruktur

Die Unterhaltung der Infrastruktur obliegt dem Rothaarsteig Infrastruktur e. V. Die wichtigsten Herausforderungen im Überblick:
• 2.500 gemalte oder geklebte „Liegende Rs“ direkt am Steig. 7.500 an den 100 Zugangswegen, 1.000 an den Rothaarsteig-Spuren
• 800 Wegweiserschilder, 200 Wegweiserpfosten direkt am Steig, 1.000 Pfosten an den Zubringerwegen
• 250 Waldbänke, Waldsofas, Waldliegen, Vesperinseln, Waldschaukeln, Hängematten)
• 120 QR-Code-Tafeln an den 10 Audiowegen
• 60 Info-Tafeln zu den Themen Natur, Kultur, Geschichte, Religion, Geologie u. a.
• 20 Wanderportale, 5 Erlebnisstationen, 5 Landschaftsrahmen, 3 Aussichtsplattformen, 1 Hängebrücke, 1 Themenpfahldorf
• 15 Stege, 10 Brücken und 250 m Geländer

Kurzinfo Rothaarsteig: Der 154 km lange Höhenwanderweg zählt zu den beliebtesten Fernwanderwegen Deutschlands. Nur ein bis zwei Autostunden von den Zentren an Rhein, Main und Ruhr entfernt, führt er entlang des Rothaarkamms von Brilon durch das Sauerland, das Wittgensteiner Bergland und das Siegerland bis nach Dillenburg am Fuße des Westerwaldes. Konsequent nach landschaftspsychologischen Aspekten ausgerichtet, begeistert der sog. „Weg der Sinne“ mit beeindruckenden Fernsichten, einer absolut naturnahen Wegeführung, pfiffigen Erlebnisstationen und einladenden Waldsofas sowie Vesperinseln im Rothaarsteig eigenen Design.

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