9. In grauer Vorzeit - die Vulkane des Westerwaldes

Vor ca. 23 Millionen Jahren – im Tertiär – gehörte der heutige Westerwald zu einem vulkanisch sehr aktiven Gebiet. Gewaltige Vulkane förderten große Mengen dünnflüssiges Magma an die Erdoberfläche. In breiten Strömen überdeckte es die damalige Landoberfläche und erstarrte zu mächtigen Basaltdecken.  
Die Westerwalder Basaltdecke schickte ihre Ausläufer bis nach Niederdresselndorf, Lützeln und Lippe, und Sie befinden sich nun auf der Abbruchkante eines dieser Ausläufer. Von hier haben Sie einen schönen Ausblick durch das Winterbach- und Wetterbachtal.
Der Rastplatz auf dem Sie sich befinden, liegt im Bereich eines ehemaligen Basaltsteinbruchs. Basalt ist ein dunkelgraues bis schwarzes, feinkörniges Gestein. Er ist druck- und verschleißfest, dabei aber nicht zu spröde. Dies macht ihn zu einem begehrten Baustoff. Für Bodenbeläge, Fassadenplatten, Pflastersteine, Grabsteine, ja zum Bau ganzer Gebäude kann man ihn verwenden. Sogar als Werkstoff für Bildhauer ist er geeignet. Außerdem dient Basalt als Unterbau von Straßen und Bahngeleisen. Wen wundert es da, dass Basalt überall, wo man seiner leicht habhaft werden konnte, abgebaut wurde. Die beiden in der Nachbargemeinde Neunkirchen liegenden ehemaligen Basaltkuppen Mahlscheid und Hohenseelbachskopf zeugen davon. Von ihnen ist nämlich nur noch ein Abbaukrater übrig geblieben. 

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