6. Jetzt wirds nass: Moore und Quellen

Wer genau hinsieht, der bemerkt, dass die Niedersfelder Hochheide hier ein ganz anderes Gesicht hat. Ein Blick auf den Bewuchs lässt vermuten: Hier muss viel Wasser mit im Spiel sein! 
Es scheint erst einmal verwunderlich, aber hier oben auf dem Berg gibt es wirklich jede Menge Wasser. 20% der Niedersfelder Hochheide machen allein Moore aus. Der Moorbereich vor uns ist durch die vielen Quellen der Hoppecke entstanden. Wie Perlen an einer Kette ziehen sie sich am Hang entlang. Übrigens bestehen die allermeisten Quellen im Sauerland nicht aus einem einzelnen Ursprung, sondern aus vielen kleinen Quellbereichen.  
Ein ganz typischer und auch wichtiger Vertreter der Moore ist das Torfmoos. Es sieht ein wenig wie ein Miniatur-Tannenbaum aus. Die meisten Menschen finden Moose wohl eher unscheinbar und langweilig. Dabei leisten sie Erstaunliches! Torfmoose bauen sich ihren Lebensraum selbst auf. Während sie an der Spitze immer weiterwachsen, sterben die tieferliegenden Bereiche ab. Die abgestorbenen Pflanzenteile bilden unter Druck und Luftabschluss – den Torf. Der typische Torf besteht also zum überwiegenden Teil aus abgestorbenen Moospflanzen. Zusammen mit ergiebigen Regenfällen  tragen Torfmoose damit zur Entstehung eines Moores bei. 
Traditionell wurden die Moorbereiche der Niedersfelder Hochheide von Rindern abgeweidet. Die Pflanzen und Gräser hier sind nämlich nahrhafter als die der reinen Heideflächen. Und Rinder brauchen gehaltvolleres Futter als Schafe oder Ziegen. 
Wussten Sie, dass entlang der Niedersfelder Hochheideauch die Hauptwasserscheide zwischen Weser und Rhein verläuft? In östlicher Richtung geht´s Richtung Weser: So fließt die hier entspringende Hoppecke in die Diemel, die schließlich in die Weser mündet. In westlicher Richtung hingegen fließt das Wasser über die Ruhr in Richtung Rhein. 

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