3. Die Geologie des rheinischen Schiefergebirges

Vielleicht sind Ihnen auf dem Weg  und am Hang Stellen aufgefallen, an denen Felsen zu Tage treten. Diese Felsen sehen etwas untypisch aus, sind nicht massiv, sondern bestehen aus dünnen Schichten. Es sind geschieferte Gesteine, genauer gesagt Tonschiefer. 
Geologisch gehört das Rothaargebirge zum Rheinischen Schiefergebirge. Seine Gesteine sind rund 400 bis 350 Millionen Jahre alt, sie stammen aus dem Devon.
In dieser Zeit sank die Gegend hier durch geologische Prozesse ab und bildete ein flaches Meer. Von den umliegenden Landmassen wurden Sand und Schlamm ins Meer gespült. Es entstanden kilometerdicke Ablagerungen.
Vor rund 290 Millionen Jahren, im Perm, kam es dann zu einer totalen Umgestaltung, denn der Meeresboden wurde emporgehoben und zu einem Gebirge aufgefaltet. Die abgelagerten Sedimentschichten wandelten sich durch Druck und Hitze in harte Gesteine. Im Zuge der Gebirgsbildung wurden sie gefaltet, stellenweise sogar übereinander geschoben. 
Ob die einzelnen Schieferschichten nun den einst übereinander abgelagerten Sand- und Schlammschichten entsprechen? Nein. Schieferung ist kein Ergebnis eines Ablagerungsprozesses, sondern einer Metamorphose. Erst durch die tektonischen Vorgänge im Perm, als Hitze und Druck auf die Gesteine ausgeübt wurden, kam es zu dieser Struktur. Denn manche Minerale neigen dazu, sich senkrecht gegen den Druck einzuregeln. 
Übrigens: An den Schieferungsflächen lassen sich die Gesteine leicht spalten und beispielsweise als Dachschiefer nutzen. Im Bad Berleburger Raum wurde er lange Zeit abgebaut.

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