1. Das Naturschutzgebiet Ginsberger Heide

Herzlich willkommen in der „Ginsberger Heide“. Unser Wanderweg wird uns durch eine vielfältige Landschaft führen ¬– mit weitläufigen Offenlandflächen, aber auch seltenen Waldstandorten. Mit etwas Glück lassen sich Rotmilan, Schwarzspecht oder Schwarzstorch beobachten.
Die Ginsberger Heide ist Teil eines sogenannten FFH-Gebiets, das sich über den Rothaarkamm und seine Wiesentäler erstreckt. In FFH-Gebieten schützt und erhält man – europaweit! – Flora, Fauna und Habitat, also Pflanzen, Tiere und Lebensräume. Man hat erkannt, dass sie von gemeinschaftlichem Interesse sind.
Neben der ökologischen Bedeutung ist die Ginsberger Heide und ihre Umgebung auch aus historischer Sicht einen Besuch wert. Hier kreuzten sich einst wichtige, zum Teil frühgeschichtliche Straßen. Alte Wege führten hier über die Bergkämme. Damit war die Ginsberger Heide ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit Verbindungen bis ins Rhein-Main-Gebiet. Sie fungierte als eine Drehscheibe zwischen Siegerland, Netpherland, Sauerland und Wittgensteiner Land. Die Eisenstraße ist wohl die älteste der Straßen und noch heute unter diesem Namen bekannt. 
Eine kleine Siedlung mit Namen Wehbach bot den Fernreisenden Unterschlupf und Erholungsmöglichkeit. Zur Sicherung der Grenze zwischen Franken und Sachsen und zur Kontrolle der Fernhandelswege errichtete man die Ginsburg. Der Wanderweg führt dicht an ihrer Ruine vorbei; ihr Turm bietet eine der schönsten Aussichten weit über das Land!
Aber auch die modernen Zeiten haben einiges zu bieten: Falls Sie zu Pfingsten hier sind, empfehlen wir einen Besuch des KulturPur-Festivals, im Juli des Giller Bergturnfests. Beide finden auf dem Sportplatz des nahe gelegenen Jugendwaldheim Gillerberg  statt. 
Der Rothaarsteigverein wünscht Ihnen viel Vergnügen auf Ihrer Wanderung! 

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