8. Zu Besuch im Forsthaus Hohenroth

Das Forsthaus Hohenroth liegt auf einer Höhe von 640 m. Damit ist es das höchstgelegene dauernd bewohnte Haus im Siegerland. Die Bewohner mussten und müssen mit vielen Unbilden zurechtkommen. Da ist zuerst die abgelegene Lage zu nennen. Und dann das Wetter: bis zu 200 Nebeltage im Jahr, Schnee von Ende Oktober bis Ostern und im Durchschnitt 1350 mm Niederschlag pro Jahr. 
Die erste Erwähnung des Forsthauses Hohenroth datiert auf das Jahr 1854, damals wurde eine königliche Revierförsterei gebaut. Das heutige Forsthaus stammt aus dem Jahr 1910. Denn das ursprüngliche Gebäude musste wegen Baufälligkeit ersetzt werden.
Zu früheren Zeiten machten unzählige Fuhrleute mit ihren Pferdegespannen hier Rast. Sie nutzten die Tränkestelle und die Umspannstation für Pferde. Von 1930 bis 1970 betrieb man eine Gaststätte mit Biergarten. Ab 1946 gab es elektrischen Strom!
Bis ins Jahr 1999 lebte in Hohenroth ein Revierförster des Forstamts Hilchenbach mit seiner Familie. Danach diente das Forsthaus als Unterkunft für Forstbedienstete. Ab 2002 begann die Renovierung und der Umbau zum „Waldinformationszentrum Forsthaus Hohenroth“. Das Waldinformationszentrum ist ein Gemeinschaftsprojekt des Regionalforstamts Siegen-Wittgenstein und des Verein „Waldland Hohenroth“. Jedes Jahr finden seither zahlreiche Veranstaltungen statt. Hier können Sie den Wald in all seinen Facetten kennenlernen und mehr über diesen faszinierenden und wichtigen Lebensraum erfahren.

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